Annette Hügel

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Annette Hügel
Gerottener Weg 28
51503 Rösrath

Tel. 02205 / 896636

Atelier

Beienburger Straße 111
51503 Rösrath
Öffnungszeiten nach Vereinbarung

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2 Objekte
„Erinnerungen“
Material: Holz, Japanpapier, Aquarell, Eisen-III-Chlorid, Kaffee
Die dargestellten Motive sind Bilder meiner Kindheit und symbolisieren unterschiedliche Altersstufen. Erinnerungen und Erlebtes sind vielschichtig, so ist auch mein gewähltes Material und die Ausführung vielschichtig und transparent.
Erinnerungen sind teilweise flüchtig und ungenau, und sie bauen aufeinander auf, um uns zu dem zu machen, was wir heute sind. Jeder Lufthauch und jede Bewegung im Raum interagieren mit meinem Objekt, versetzen es in Bewegung und verändern den Blickwinkel. Mancher Lufthauch bringt Bilder deutlicher heraus oder sie verdecken sich wieder. So wie Erinnerungen kommen und gehen und in ständiger Bewegung sind. 
Durch Experimente habe ich festgestellt, dass Eisen-III-Chlorid und Kaffee auf dem Papier miteinander reagieren. Kaffee und Kaffeetrinken sind feste Bestandteile in meinem Leben gewesen; sei es der ritualisierte Kaffee nachmittags „Punkt halb drei“ bei meiner Oma, oder das „lecker Tässchen Kaffee“ bei Verwandtenbesuchen, oder der Kaffee nach dem Restaurantbesuch. Das Eisen-III-Chlorid steht mehr für das Heute als Ätzmittel für meine Radierungen. Das diese zwei Dinge miteinander reagieren, ist für mich ein interessanter Zufall und ein starkes Symbol einer Verschmelzung von Gestern und Heute. 
Zu Papier gebracht setzt diese Mischung einen Alterungsprozess des Papieres in Gang, es zieht sich zusammen und reisst leichter, es wirft Falten und Wellen. Damit ist es ideal zum Darstellen meiner gealterten, faltenwerfenden, verblassenden Erinnerungen.
„Adam und Eva, geteilte Erinnerung“
Material: Holz, Japanpapier, Aquarell
An dieses Objekt sollte man sich von jeweils jeder Seite einmal nähern. Eine Seite beginnt mit einem männlichen Akt in der kraftstrotzenden und dominanten Pose der Antike. Darauf folgt eine innige Umarmung mit Rückenansicht des Mannes.
Die andere Seite beginnt mit einem klassischen Frauenakt, selbstbewusst, aber nicht dominierend, entlehnt den antiken Statuen. Darauf folgt ebenfalls wieder diese Umarmungsszene, diesmal mit Rückenansicht der Frau.
Eingebettet inmitten der Posen, der gesellschaftlichen Rollen und zur Schau getragen Masken, mitten zwischen Sexualität und akrobatischen Kopulationen, steht das Paar, das Urpaar, Adam und Eva, in vertrauter, ineinander versunkener Zweisamkeit.

2 Objekte

 

„Erinnerungen“

Material: Holz, Japanpapier, Aquarell, Eisen-III-Chlorid, Kaffee

Die dargestellten Motive sind Bilder meiner Kindheit und symbolisieren unterschiedliche Altersstufen. Erinnerungen und Erlebtes sind vielschichtig, so ist auch mein gewähltes Material und die Ausführung vielschichtig und transparent.

Erinnerungen sind teilweise flüchtig und ungenau, und sie bauen aufeinander auf, um uns zu dem zu machen, was wir heute sind. Jeder Lufthauch und jede Bewegung im Raum interagieren mit meinem Objekt, versetzen es in Bewegung und verändern den Blickwinkel. Mancher Lufthauch bringt Bilder deutlicher heraus oder sie verdecken sich wieder. So wie Erinnerungen kommen und gehen und in ständiger Bewegung sind. 

Durch Experimente habe ich festgestellt, dass Eisen-III-Chlorid und Kaffee auf dem Papier miteinander reagieren. Kaffee und Kaffeetrinken sind feste Bestandteile in meinem Leben gewesen; sei es der ritualisierte Kaffee nachmittags „Punkt halb drei“ bei meiner Oma, oder das „lecker Tässchen Kaffee“ bei Verwandtenbesuchen, oder der Kaffee nach dem Restaurantbesuch. Das Eisen-III-Chlorid steht mehr für das Heute als Ätzmittel für meine Radierungen. Das diese zwei Dinge miteinander reagieren, ist für mich ein interessanter Zufall und ein starkes Symbol einer Verschmelzung von Gestern und Heute. 

Zu Papier gebracht setzt diese Mischung einen Alterungsprozess des Papieres in Gang, es zieht sich zusammen und reisst leichter, es wirft Falten und Wellen. Damit ist es ideal zum Darstellen meiner gealterten, faltenwerfenden, verblassenden Erinnerungen.

 

„Adam und Eva, geteilte Erinnerung“

Material: Holz, Japanpapier, Aquarell

An dieses Objekt sollte man sich von jeweils jeder Seite einmal nähern. Eine Seite beginnt mit einem männlichen Akt in der kraftstrotzenden und dominanten Pose der Antike. Darauf folgt eine innige Umarmung mit Rückenansicht des Mannes.

Die andere Seite beginnt mit einem klassischen Frauenakt, selbstbewusst, aber nicht dominierend, entlehnt den antiken Statuen. Darauf folgt ebenfalls wieder diese Umarmungsszene, diesmal mit Rückenansicht der Frau.

Eingebettet inmitten der Posen, der gesellschaftlichen Rollen und zur Schau getragen Masken, mitten zwischen Sexualität und akrobatischen Kopulationen, steht das Paar, das Urpaar, Adam und Eva, in vertrauter, ineinander versunkener Zweisamkeit.