Gabriele Reicherts

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Gabriele Reicherts
Dammelsfurther Weg 10
51503 Rösrath

Tel. 02205-91 08 57
Mobil 0177-274 98 44

Atelier

Dammelsfurther Weg 10
51503 Rösrath
Tel. 02205 / 91 08 57

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Neue Arbeiten 
                                                                                 
Im Vorfeld geht es bereits um Aufmerksamkeit. Gabriele Reicherts Installationen und Bilder sind faszinierend über ihre Suggestion von Wahrnehmung und Erkennen. 
Die tatsächliche Größe einer Arbeit ist der Größe im mentalen Sinn
untergeordnet.
Traditionell arbeitet die Künstlerin mit höchst divergenten Materialien. Sie gestaltet Objekte, kreiert Installationen aus Hölzern und Metallen, sie malt und sie montiert Collagen. Doch die Reichertsche Kunst beschränkt sich nicht auf handwerkliches Können und künstlerische Disziplin im Umgang mit den Rohstoffen. Auch Haptik vor Optik - vice versa - ist kein Ziel. Signifikant scheint die Beobachtung des Materials mit emotionaler Beteiligung. Bedingungsloser Ausdruck ist gemeint und interessant.
Der sichere Umgang mit den Tragödien der Antike beeinträchtigt nicht die emphatische Hinwendung der Künstlerin zu schönsten Ansichten, etwa von Alpenlandschaften und deren symbolträchtigen naturalistischen Farbigkeit. Was entsteht hat mit Quintessenz zu tun. 
Konsequent hat Reicherts ihre eigenwillige Philosophie vom variierten „Bogenschützen“ weiterentwickelt. Das hat Auswirkungen auf die neuen Arbeiten, ähnlich einem befreienden Akt, um aus alten gestalterischen Dramen auszusteigen. 
Das „Lebensschiff“, eine massive scharfkantige Eisenkonstruktion, prädestiniert für den rauen Raum, empfiehlt dem Betrachter eine gewagte Reise, eine Reise, die zwar die Künstlerin kennt, jedoch jeden aufmerksamen Betrachter partizipieren lässt.
Im korrodierten verrosteten und zerlöcherten Eisenkörper des „Lebensschiffes“ ist alles drin; die dunkle wie auch die absurde Seite des Lebens, der implizierte Untergang wie auch der ewige Zeitenfluss des Lebens. Immer stehen Konfrontation und Überwindung des Physischen mit dem Geistigen zur Disposition.
Ihre gesamtformale Ausdruckskraft bezieht die Arbeit in hohem Maß aus der inhaltlichen Konzeption und Dualität.
Übrigens eine Konstante für Reicherts Arbeiten.
Eine aktive Beziehung zu Leere und Fülle, Licht und Dunkelheit, Ahnung und Gewissheit, Untergang und Bewahren, Offenheit und Verschlossenheit u.v.m.
Die sich ergebenden Assoziationen und Interpretationen sind die Magie der Künstlerin schlechthin. 
Für die Arbeit „Lebensschiff“ hat sich Gabriele Reicherts von jeder noch so minimalistischen und damit auch symbolischen Farbigkeit befreit! 
Das Fehlen akzentuierender Farbe setzt sich über die vergängliche (Be)Ladung mit Knochen, Blättern und Steinen stringent fort. Addiert wird diese Wirkung über das große zerschlissene bleiche Segel aus Baumwollfäden. Die „Un-Farbigkeit“ erreicht eine gesteigerte Signaleffizienz.
Marise Schreiber, Kunstkritikerin

Neue Arbeiten

 

Im Vorfeld geht es bereits um Aufmerksamkeit. Gabriele Reicherts Installationen und Bilder sind faszinierend über ihre Suggestion von Wahrnehmung und Erkennen. 

Die tatsächliche Größe einer Arbeit ist der Größe im mentalen Sinn untergeordnet.

Traditionell arbeitet die Künstlerin mit höchst divergenten Materialien. Sie gestaltet Objekte, kreiert Installationen aus Hölzern und Metallen, sie malt und sie montiert Collagen. Doch die Reichertsche Kunst beschränkt sich nicht auf handwerkliches Können und künstlerische Disziplin im Umgang mit den Rohstoffen. Auch Haptik vor Optik - vice versa - ist kein Ziel. Signifikant scheint die Beobachtung des Materials mit emotionaler Beteiligung. Bedingungsloser Ausdruck ist gemeint und interessant.

 

Der sichere Umgang mit den Tragödien der Antike beeinträchtigt nicht die emphatische Hinwendung der Künstlerin zu schönsten Ansichten, etwa von Alpenlandschaften und deren symbolträchtigen naturalistischen Farbigkeit. Was entsteht hat mit Quintessenz zu tun. 

Konsequent hat Reicherts ihre eigenwillige Philosophie vom variierten „Bogenschützen“ weiterentwickelt. Das hat Auswirkungen auf die neuen Arbeiten, ähnlich einem befreienden Akt, um aus alten gestalterischen Dramen auszusteigen. 

 

Das „Lebensschiff“, eine massive scharfkantige Eisenkonstruktion, prädestiniert für den rauen Raum, empfiehlt dem Betrachter eine gewagte Reise, eine Reise, die zwar die Künstlerin kennt, jedoch jeden aufmerksamen Betrachter partizipieren lässt.

Im korrodierten verrosteten und zerlöcherten Eisenkörper des „Lebensschiffes“ ist alles drin; die dunkle wie auch die absurde Seite des Lebens, der implizierte Untergang wie auch der ewige Zeitenfluss des Lebens. Immer stehen Konfrontation und Überwindung des Physischen mit dem Geistigen zur Disposition.

Ihre gesamtformale Ausdruckskraft bezieht die Arbeit in hohem Maß aus der inhaltlichen Konzeption und Dualität.

Übrigens eine Konstante für Reicherts Arbeiten.

Eine aktive Beziehung zu Leere und Fülle, Licht und Dunkelheit, Ahnung und Gewissheit, Untergang und Bewahren, Offenheit und Verschlossenheit u.v.m.

Die sich ergebenden Assoziationen und Interpretationen sind die Magie der Künstlerin schlechthin. 

 

Für die Arbeit „Lebensschiff“ hat sich Gabriele Reicherts von jeder noch so minimalistischen und damit auch symbolischen Farbigkeit befreit! 

Das Fehlen akzentuierender Farbe setzt sich über die vergängliche (Be)Ladung mit Knochen, Blättern und Steinen stringent fort. Addiert wird diese Wirkung über das große zerschlissene bleiche Segel aus Baumwollfäden. Die „Un-Farbigkeit“ erreicht eine gesteigerte Signaleffizienz.

 

Marise Schreiber, Kunstkritikerin

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Ausstellung Scheiderhöhe August 2014