Nath

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Amarnath Viswanath
Künstlername: Nath
51427 Berg. Gladbach

Mobil  0174 / 33 50 333

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Nath6.Wasserfall Nath7.Silhoutte Von Kln Nath8.Khle Nath9.Marlies1

Ägyptische Erinnerung

Karge Felswände liegen im gnadenlosen Sonnenlicht. Die Schatten sind düster, das wenige Grün ist so sparsam, dass der Betrachter begreift, wie schwer es um sein Überleben kämpfen muss. Der Fuß des Berges wirkt wie ausgefranst, vom Meer angefressen. Es ist nicht zwingend, das Blau des Meeres und das des Himmels getrennt zu sehen, vielleicht ist das Bergmassiv durch die unermüdlichen Wellen schon eine vom Meer eingeschlossene Insel geworden?

 

Energie

Steht das Blau für Ruhe, Tiefe und Transzendenz, so sind Gelb, Orange und Rot das Sinnbild für Energie, Glut und Lebensfreude. So ist der Bildtitel 'Energie' schlüssig, wenn sich Blütenblätter in Feuerzungen verwandeln und sich über die Blautöne hinaus, voller Schwung, Kraft und Dominanz, in den Vordergrund drängen. Blütentanz auf dem Wasser, Flammenwirbel auf Eis -Bewegung, Lust, Freude, einfach Energie pur.

 

Reichtum (Planet View)

Bei dem Werk 'Reichtum' erhielt das Papier zunächst einen dünnen Auftrag aus einer keramischen Paste. Nach dem Trocknen waren Risse entstanden, wie feine Äderchen, der so genannte Craquelee-Effekt überzog das Blatt mit einem nicht planbaren, zufälligen Muster, brachte eine reliefartige Oberfläche ins Bild. Die Farbgebung erfolgte dann zunächst in den bevorzugten Blautönen, aber in den Rinnen findet sich auch ein Durchsickern von Gelb oder Rot. Doch das Gold, das sich wie auf einer Reliefkarte über die Berge legt, ist der schimmernde Höhepunkt des Bildes. Gold ist das uralte Symbol für Reichtum: Sei es der Reichtum, den unsere Erde zu bieten hat, sei es der Reichtum, den ein Mensch in sich

trägt, wenn er sich der Vielzahl seiner eigenen Möglichkeiten bewusst wird und sie zu nutzen weiß.

 

 Hitze (Golden Bird)

 Bei dem Werk 'Hitze' erhielt das Papier, wie bei 'Reichtum', zunächst einen Auftrag aus einer keramischen Paste. Während die Paste dort sehr dünn aufgetragen wurde, ist sie bei "Hitze" deutlich dicker. Durch diese dickere keramische Schicht hat sich der Craquelee-Effekt anders entwickelt, grober, nicht so fein verästelt, nach dem Trocknen waren Risse entstanden, so wie man sie im Schlamm kennt, wenn die

Wüstensonne die Wasserstelle hat vertrocknen lassen. 'Hitze' wird dominiert von gelbbraunen Farben, trockener, heißer Sand, Staub, verkrusteter Lehm und darüber - zunächst ohne feste Formgebung - Sonnenlicht-Gold. Es ist bezeichnend für den immer wieder durchbrechenden spielerischen Umgang, den Nath mit seinen Bildern hat, dass er auf einmal die Silhouette eines Vogels in dem Bild wahr nahm, und dann dem an sich zunächst abstrakten Werk durch Hinzufügen eines Auges eine Richtung gab: der goldene Vogel.

 

Wasserfall

Wo immer Wasser in Fälle vorhanden ist, da entwickelt auch die Vegetation eine nie gekannte Vielfalt. Wasser ist die Urgewalt, die diese Welt um Blühen bringt, aber dabei doch ambivalent bleibt, wenn sie mit Macht und Getöse steile Felswände herabstürzt und härtesten Stein aus- und unterhöhlt, oder als hemmungslose Flut jeden Widerstand niederreißt. In 'Wasserfall' verbinden sich Wasser und Sonne zu glitzernder Pracht, zum überschäumenden Tanz des Funkelns. 'Wasserfall', als erinnertes Bild, verknüpft das schillernde Wasserweiß mit einer Tier-, Blüten- und Pflanzenwelt, die nicht das botanische Detail dokumentiert, sondern den Übermut der Natur widerspiegelt, der nur in solchem "Wasserüberfluss" entstehen kann.

 

Silhouette von Köln

Die Sonne ist hinter dem Horizont versunken. Die Skyline von Köln ist schwarz. Die Nacht kriecht in die Gassen und verwischt alle Details. Der Farbauftrag ist flächig, weiße Linien grenzen ab, der Himmel spielt bereits vom Blau ins Türkis, das Licht hat nicht mehr die Kraft, dem Fluss ein klares Blau zu schenken. So zeigt sich der Rhein eher in einem verwaschen-verwischten Grau, mit Schlieren in grünlichen, blaugrauen Farbtönen. Wenn Nath deutsche Landschaftsmotive malt, dann verliert sich die verinnerlichte indische Detailvielfalt und Farbenfreudigkeit, die in der Jugend in seiner Künstlerseele angelegt worden ist. Die jüngeren Bildeindrücke, die nicht schon viele Jahre zurückliegen, und aus der näheren Umgebung stammen, kennen die indischen Phantasiewelten nicht, der Bildaufbau hat Strenge und jede Verspieltheit muss westlicher Festlegung auf Fläche und Kontur weichen.

 

Kühle

 Blau in allen Schattierungen, selbst das Gelb und das Rot haben in diesem Bild die Beimischung von Blau erhalten. Kühl, in den Linien bewegt, wachse die Farbflächen in die Höhe. Der Betrachter neigt dazu, nach Landschaftsassoziationen zu suchen, muss sie aber bald wieder aufgeben, denn dieses Bild bleibt gegenstandslos, abstrakt, ohne echten Bezug zu einer botanischen oder geologischen Wirklichkeit. Dadurch ˆöffnet das Bildwerk die Türen ganz weit für individuelle Einzelgedanken, viele kühle, ruhige Momente der Betrachtung, Meditation - der geistig-geistlichen Welt zugewandt, Entspannung, Klarheit, nichts Festlegen, offen sein für die Weisheit, die aus der Ruhe der blauen Farbtöne strömen kann.

 

Marlies I

 Jeder Mensch legt im Laufe seines Lebens in seinem Inneren Bild auf Bild. Als Künstler hat er die Chance, die übereinander gelegten inneren Bilder durchsichtig zu machen und dann in einem Bild zu verschmelzen. Dabei fügen sich Bildelemente zusammen, die - als Fantasy abgetan - diesem inneren Prozess niemals gerecht werden. Die leichte Zartheit eines Schmetterlings, seine faszinierende Farbgebung, sein Flügelschlag, seine sensiblen Fühler, in Verbindung gebracht mit einem geliebten Menschen, das ist ein ganzes Bilderbuch in einem kleinen Rahmen. Ein Stück Tagebuch, aus Erinnerungen zusammen gefügt, in Farbe und Gestalt gebracht, mal ein Kompliment, manchmal eine Liebeserklärung.

 

Vita